PROJEKTE MIT SCHÜLERINNEN UND SCHÜLERN  

DNA von Dennis Kelly; 
Dezember 2024;

Klassenspiel 12. Klasse Freie Waldorfschule Esslingen

Ada wollte dazu gehören, Teil einer Gruppe sein.  Sie musste Blätter essen. Wodka klauen und  über einen Abgrund klettern. Und dann plötzlich, nur aus Spaß, fliegt ein Stein. Und noch einer. Und Ada stürzt in die Tiefe.  Niemand holt Hilfe, niemand schaut nach ihr. Alle sind sicher, sie ist tot.
Und dann denken sich die Jugendlichen einen perfiden Plan aus, der ihr Verbrechen vertuschen soll: Das Profil eines imaginären Täters wird entworfen, falsche Fußabdrücke und DNA-Spuren werden an eindeutigen Stellen hinterlassen. Und erst scheint das zu funktionieren. 
Aber dann.....wird ein Mann verhaftet. 
Und plötzlich....ist auch Ada wieder da...

Dennis Kelly zeigt in seinem Stück die Hierarchien und Abhängigkeiten in einer Gruppe von Jugendlichen, in der Gewalt möglich wird. 

Regie: Sabine Bräuning

UNDERGROUND nach Motiven des Romans "Nächte im Tunnel" von Anna Woltz Juli 2024

Teenspielclub WLB Esslingen

London 1940. Es ist Krieg. Und die Deutschen bombardieren die Stadt. Die Menschen verbringen die Nächte zum Schutz in der U-Bahn, im Underground. So auch eine Gruppe Jugendlicher. 
Am Anfang, als es losging mit den Bombenangriffen, waren sie zwölf. Aber dann.....

Textfassung und Regie: Sabine Bräuning

"UND MORGEN HÖREN WIR AUF" nach Motiven der Theaterstücks "Wir Kinder vom Bahnhof Zoo" (Probenfoto) Dez. 2023

Klassenspiel 12. Klasse Freie Waldorfschule Esslingen

Eltern, die sich schlagen. Eine Mutter ,die alkoholabhängig ist. Ein Vater, der aus dem Leben geht. Und ein anderer, der nicht akzeptieren kann, dass sein Sohn schwul ist. Dazwischen Jugendliche, die sich nicht zurecht finden und einen Ausweg suchen...damit es nicht so weh tut. Damit ihr Platz in dieser Gesellschaft sich nicht so brüchig anfühlt.
 Drogen helfen. Scheinbar. Erstmal.
 Alkohol, Koks, Heroin.
 Und erstmal sind sich alle sicher, sie könnten ihren Konsum kontrollieren.
 Aber das klappt nicht.
 Und wird für einige lebensbedrohlich.
 Jenny verliebt sich in einen Junkie.
 Und so geht die Geschichte los. 

Textfassung und Regie: Sabine Bräuning

SWINGKIDS 2015 
Freie Waldorfschule Esslingen 12. Klasse

Swingkids - Ein Tanz zwischen den Welten  

Sie sind jung. Sie sind eine Clique. Sie lieben es zu tanzen. Und ihre große Leidenschaft ist der Swing. Ihr Problem: Sie leben im Jahr 1938 in Deutschland und die Nationalsozialisten (alle Diktaturen) verachten den Jazz. Jazz steht für Freiheit, Anarchie und Chaos. Das geht nicht gut zusammen mit Marschieren im Viervierteltakt und absolutem Heil-Hitler-Gehorsam. Die Jugendlichen versuchen den Spagat zwischen Anpassung und Freiheit - Hitlerjunge am Tag und Swingkid bei Nacht -, aber ihre fröhliche Unbekümmertheit provoziert. „Jüdisch-niggerhaftes Gejaule“ sei ihre Musik und die Swingkids seien „anarchische Genussmenschen“ die man „ schleifen müsse bis sie quieken“. Das wird geschehen, aber bis dahin erzählen wir eine Geschichte von Freundschaft, Leidenschaft und Widerstand.
„Es ist eine kurze Geschichte und sie war sehr traurig. Aber sie war gleichzeitig wunderschön“ schreibt Peter an seine Enkelin Lisa, der er die Geschichte seiner Clique schenkt. Eigentlich ist er da schon drei Jahre tot, aber manchmal überwinden Geschichten unglaubliche Grenzen...

nach den Motiven des Films SWINGKIDS von Thomas Carter 1993

Tanz: Nina Oelmann

Text und Regie: Sabine Bräuning

 



 

Rheinöd 2014
frei nach Jagdszenen aus Niederbayern von Martin Sperr 
12. Klasse der freien Waldorfschule Esslingen

Wir schreiben das Jahr 1948.
Der Ort: Reinöd. Ein kleines Dorf in Süddeutschland.
Oft bellen nachts die Hunde.
Die Leute reden gerne von Heimat. Von allem was ihnen gehört. 
Besitz ist wichtig im Dorf. 
Wenn einer nichts hat, dann gilt er auch nichts.
Dann mag man ihn nicht haben. 
Er könnte den Leuten ja was wegnehmen.
Die Fremden stehen unter Generalverdacht.
Hier weiß man, was recht ist und was nicht.
Es ist Demokratie jetzt. Aber innen in den Köpfen sieht es anders aus.
Was recht ist bestimmen die Leut.
Was schlecht ist auch. 
Der Abram liebt Männer. Das ist schlecht. 
Und Tonka liebt Abram. Auch schlecht. Und dumm. Aber sie ist eh eine Hur. Sagt man.
Und Maria liebt ihren Knecht, obwohl ihr Mann noch nicht für tot erklärt wurde. Eine Riesensauerei.
Und der Fred? Der liebt eine aus Schlesien, hat man das schon gesehen.
Sodom und Gomorrha in Reinöd.
Das ist das Stück.

Textfassung und Regie: Sabine Bräuning

SWINGKIDS-(erste Fassung) 2013
Waldorfschule Engelberg
8. Klasse

DIE ZERTANZTEN SCHUHE oder BAMBULE 2013
Ein Theaterprojekt zwischen Märchenschloss und Fürsorgeheim
Theaterklasse der Akademie für Kommunikation

Ein fiktives Schloß, Prinzessinnen, verschlossene Türen und zertanzte Schuhe - das war der Ausgangspunkt unserer theatralischen Entdeckungsreise. Und die Sehnsucht, sich wegzuträumen, abzuhauen, woanders zu sein. Dem Schloß sind wir in unserer Geschichte treu geblieben, allerdings hat es sich im Laufe der Zeit in eine Erziehungsanstalt verwandelt. 

Wir haben viel selbst erfunden, aber wir haben auch so manches bei manchem geklaut - bei Simon Stephens („Morning“) Fetzen eines Monologs und bei Ulrike Meinhof („Bambule“) das Setting der Anstalt. 

Die Arroganz der Fürsorgezöglinge steht der Arroganz der Prinzessinnen im Märchen der Gebrüder Grimm in nichts nach, auch sie lassen niemanden an sich heran und träumen davon, dem Schloß zu entfliehen. Ihre Geheimtür ins Glück sieht jedoch vollkommen anders aus.

Text und Regie: Sabine Bräuning

Die schwarzen Brüder 
Freie Waldorfschule Esslingen 8. Klasse 2012 

Tessin, Mitte des 19. Jahrhunderts: Der kleine Giorgio ist der Sohn einer armen Tessiner Bergbauernfamilie. Aus Not wird er als Kaminfeger nach Mailand verkauft. Dort muss er durch die finsteren Kamine klettern und mit den nackten Händen den Ruß herabwerfen. Doch die Kinder wehren sich gegen ihre Unterdrücker und schließen sich im Geheimbund der «Schwarzen Brüder» zusammen. Aber nicht nur in den Kaminen, auch auf den Straßen droht Gefahr - von einer gemeinen Bande Mailänder Straßenjungen... 

Nach dem Roman von Lisa Tetzner

Text: Michael Miensopust

Regie: Sabine Bräuning

 

 

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